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Ist Koffein ungesund?

Erik Šimšík | 25. Januar 2021

Koffein bietet viele Vorzüge, doch übermäßiger Konsum birgt gewisse Risiken. Erfahren Sie, ab welcher Menge Koffein bedenklich wird und wann eine Reduzierung ratsam ist. Wenn Sie morgens Koffein brauchen, um wach zu werden und fokussiert zu bleiben, sind Sie in bester Gesellschaft: Millionen Menschen weltweit schätzen seine belebende Wirkung auf Aufmerksamkeit und Konzentration.

Wie viel Koffein ist zu viel?

Für die meisten gesunden Erwachsenen gelten bis zu 400 Milligramm (mg) Koffein pro Tag als unbedenklich. Dies entspricht etwa der Menge in vier Tassen herkömmlichem Kaffee, 10 Dosen Cola oder zwei Energydrinks. Zu beachten ist, dass der Koffeingehalt in Energydrinks stark variieren kann. Während Koffein für Erwachsene meist unbedenklich ist, eignet es sich für Kinder nicht. Bei Jugendlichen ist besondere Vorsicht vor übermäßigem Konsum sowie der Kombination mit Alkohol oder anderen Substanzen geboten. Schwangeren mit hoher täglicher Koffeinzufuhr (mehr als 300 mg pro Tag) empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation eine Reduktion, um Risiken zu vermeiden.

Was sind typische Symptome eines Koffeinüberschusses?

Eine Reduzierung des Koffeinkonsums empfiehlt sich, wenn Sie täglich mehr als 4 Tassen trinken und folgende Symptome bemerken:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Häufiger Harndrang oder unvollständige Blasenkontrolle
  • Erhöhter Puls
  • Muskelzittern

Individuelle Verträglichkeit

Die Empfindlichkeit gegenüber Koffein variiert individuell stark. Reagieren Sie sensibel, können bereits geringe Mengen Unruhe oder Schlafprobleme hervorrufen.

Die Verträglichkeit hängt unter anderem von den bisherigen Trinkgewohnheiten ab. Wer selten koffeinhaltige Getränke konsumiert, reagiert meist deutlich empfindlicher auf die anregende Wirkung.

Koffein ersetzt keinen gesunden Schlaf

Schlafmangel dauerhaft mit Koffein auszugleichen, kann zu einem Teufelskreis führen: Man greift tagsüber zu koffeinhaltigen Getränken, um Müdigkeit zu überwinden, doch das Koffein erschwert das abendliche Einschlafen und verkürzt die erholsame Tiefschlafphase.

Andererseits…

Ein moderater Koffeinkonsum in Form von hochwertigem Kaffee bietet zudem zahlreiche positive Effekte. Neben Koffein enthält Kaffee wertvolle Antioxidantien und bioaktive Substanzen, die präventiv gegen verschiedene Erkrankungen wirken können. Zu den wissenschaftlich belegten Vorteilen zählen unter anderem:

  • Der Konsum von ein bis zwei Tassen Kaffee täglich kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.
  • Koffein kann dazu beitragen, dem Risiko einer Parkinson-Erkrankung vorzubeugen, und Betroffenen helfen, ihre motorischen Fähigkeiten besser zu kontrollieren.
  • Regelmäßiger Kaffeekonsum – auch von entkoffeiniertem Kaffee – wirkt sich positiv auf die Lebergesundheit aus. Studien zeigen bei Kaffeetrinkern häufiger Leberenzymwerte im gesunden Normbereich im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern.
  • Das Koffein aus zwei Tassen Kaffee kann einen schützenden Effekt vor dem Auftreten von Alzheimer bieten. Untersuchungen belegen, dass Frauen ab 65 Jahren mit einem täglichen Konsum von zwei bis drei Tassen seltener an Demenz erkranken.
  • Der Körper kann Glukose effizienter verwerten. Dies stützt Studien, nach denen Kaffeetrinker ein nachweislich geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes aufweisen.

Fazit

Koffein ist fester Bestandteil des Alltags vieler Menschen, stellt in der Regel kein gesundheitliches Risiko dar und kann das Wohlbefinden fördern. Achten Sie dennoch auf mögliche Nebenwirkungen und seien Sie bereit, den Konsum bei Bedarf zu reduzieren.